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In der Stadtgemeinde Bad Vöslau existieren in allen 3 Ortsteilen rund 54 Kilometer Ortskanalleitungen, welche laufend gepflegt und gewartet werden müssen. Im Zuge der jährlichen Instandhaltungsarbeiten werden laufend alte Kanalstränge erneuert.
Als Sitzgemeinde des Abwasserverbandes Raum Bad Vöslau mit 11 Gemeinden und des Wasserleitungsverbandes der Triestingtal- und Südbahngemeinden (mit 29 Verbandsgemeinden) nimmt Bad Vöslau einen besonderen Stellenwert im Bereich der Ver- und Entsorgung ein.
Der Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden wurde 1929 gegründet und besteht derzeit aus 29 Verbandsgemeinden. Die Verwaltung hat ihren Sitz in Bad Vöslau. Heute fließen alljährlich bis zu 15 Millionen Kubikmeter reinstes Trinkwasser durch fast 900 Kilometer Leitungen in rund 32.500 Haushalte und versorgen über 135.000 Menschen. Alljährlich werde Dank der Förderungen aus dem Landeswasserwirtschafts- und dem Bundesumweltfonds hohe Summen investiert - im Interesse der Gesundheit der Menschen und der Umwelt.
Der Abwasserverband (AWA) Raum Bad Vöslau wurde 1972 gegründet und setzt sich aus 11 Gemeinden des Bezirks Baden zusammen. Der Zusammenschluss erfolgte mit dem Bau der Kläranlage Bad Vöslau, die seitdem als Verbandskläranlage dient und derzeit rund 16.700 Haushalte entsorgt. Insgesamt werden vom AWA cirka 60 km Hauptsammelkanal gewartet und betreut; dies bedeutet ein tägliches Abwasservolumen von ca. 20.000 m3, das in der Anlage gereinigt und danach in Badeseenqualität dem natürlichen Wasserkreislauf zurückgegeben wird.
Klärschlammverwertung
Anstatt den Klärschlamm wie bisher zu kompostieren bzw. zu deponieren oder zu verbrennen, wird der maschinell vorgepresste Klärschlamm künftig mittels Solarenergie getrocknet und direkt vor Ort einer thermischen Verwertung zugeführt. Das Restprodukt wird deponiert bzw. als Füllmaterial in der Baustoffindustrie oder als Kunstdüngererzeugung verwendet. Die bei diesem Verfahren entstehende Energie kann einerseits in das Fernwärmenetz Bad Vöslau eingespeist, andererseits bei Bedarf in der Anlage selbst eingesetzt werden.
Fernwärme
Das neue EVN - Fernheizwerk wird seine Energie in das, derzeit in Errichtung befindliche, Fernwärmenetz einspeisen. Als Wärmeträger dient hauptsächlich Biomasse (naturbelassene Biomasse wie Rinde, Waldhackgut, Sägehackgut und Restholz), als Ausfallsreserve bzw. Spitzenlastabdeckung wird ein Gaskessel errichtet. Wasserkreislauf zurückgegeben wird.
2006 |